ESG-KOMPASS
Nachhaltigkeit und EU-Compliance betreffen Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen: von Berichterstattung und Finanzierung über Lieferketten bis hin zu Produkten, Verpackungen und internationalen Warenströmen.
Der ESG-KOMPASS von SYNERGY COMPLIANT bietet eine verständliche Orientierung zu ausgewählten europäischen und deutschen Anforderungen – mit Blick auf ihre praktische Bedeutung für Industrieunternehmen und KMU.
Nachhaltigkeitsberichterstattung
CSRD und ESRS
CSRD – Corporate Sustainability Reporting Directive
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist die europäische Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Sie soll transparente und vergleichbare Informationen über die Auswirkungen unternehmerischer Tätigkeiten auf Umwelt und Gesellschaft sowie über nachhaltigkeitsbezogene Risiken und Chancen schaffen.
Welche Unternehmen sind betroffen?
Durch das europäische Omnibus-I-Paket wurde der Anwendungsbereich der CSRD deutlich eingeschränkt. Nach der Änderungsrichtlinie (EU) 2026/470 betrifft die Berichtspflicht grundsätzlich Unternehmen, die beide folgenden Schwellenwerte überschreiten:
Mehr als 1.000 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
Mehr als 450 Millionen Euro jährlicher Nettoumsatz
Für Unternehmensgruppen, Unternehmen aus Drittstaaten und Übergangszeiträume gelten ergänzende Bestimmungen.
Welche Bedeutung hat die CSRD für kleinere und mittlere Unternehmen?
Auch Unternehmen, die selbst nicht berichtspflichtig sind, können mit Nachhaltigkeitsinformationen konfrontiert werden, beispielsweise durch Kundenanforderungen, Lieferantenbewertungen oder Finanzierungsprozesse. Für kleinere Unternehmen stehen vereinfachte freiwillige Berichtsstandards zur Verfügung. Zudem begrenzt die europäische Regelung bestimmte Informationsanforderungen berichtspflichtiger Unternehmen gegenüber kleineren Unternehmen in ihrer Wertschöpfungskette.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Wir helfen Unternehmen, relevante Nachhaltigkeitsanforderungen zu verstehen, ihre bestehende Daten- und Prozesslandschaft zu bewerten und angemessene, praxistaugliche Maßnahmen zu entwickeln. Dabei verbinden wir regulatorische Anforderungen mit Qualitätsmanagement, Lieferantenentwicklung und bestehenden Managementsystemen.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die jeweils aktuelle Rechtslage und Übergangsregelungen sind vor Veröffentlichung und im Einzelfall zu prüfen.
Rechtsgrundlagen: Richtlinie (EU) 2026/470; CSRD in geltender Fassung.
ESRS – European Sustainability Reporting Standards
Die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) konkretisieren die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Sie legen fest, welche Informationen berichtspflichtige Unternehmen zu Umwelt, sozialen Themen und Unternehmensführung offenlegen müssen.
Was regeln die ESRS?
Die Standards berücksichtigen das Prinzip der doppelten Wesentlichkeit. Unternehmen betrachten dabei sowohl ihre Auswirkungen auf Menschen und Umwelt als auch die finanziellen Risiken und Chancen, die sich aus Nachhaltigkeitsthemen ergeben. Die ESRS behandeln unter anderem Klimawandel, Umweltverschmutzung, Ressourcennutzung, Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und Unternehmensführung.
Was hat sich geändert?
Im Juli 2026 hat die Europäische Kommission vereinfachte ESRS verabschiedet. Die überarbeiteten Standards sollen den Berichtsaufwand erheblich reduzieren, Anforderungen verständlicher gestalten und Unternehmen mehr Flexibilität bei der Umsetzung ermöglichen. Die entsprechende delegierte Verordnung (EU) 2026/1563 wurde am 21. September 2026 veröffentlicht. Die neuen Standards sind grundsätzlich für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027 vorgesehen; die konkreten Inkrafttretens- und Übergangsregelungen sind zu berücksichtigen.
Freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung
Für kleinere Unternehmen außerhalb der verpflichtenden CSRD-Berichterstattung wurde ein vereinfachter freiwilliger Nachhaltigkeitsberichtsstandard entwickelt, der auf dem VSME-Ansatz basiert. Dieser unterstützt Unternehmen dabei, Nachhaltigkeitsinformationen strukturiert aufzubereiten und Anfragen von Kunden, Geschäftspartnern oder Finanzinstituten effizienter zu beantworten.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Wir unterstützen Unternehmen dabei, relevante Nachhaltigkeitsthemen zu identifizieren, vorhandene Informationen und Prozesse zu strukturieren und praktikable Lösungen für die Datenerhebung und Berichterstattung zu entwickeln. Unser Schwerpunkt liegt auf der Integration in bestehende Managementsysteme und Geschäftsprozesse – mit angemessenem Aufwand und nachvollziehbaren Verantwortlichkeiten.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die jeweils aktuelle Rechtslage und Übergangsregelungen sind vor Veröffentlichung und im Einzelfall zu prüfen.
Rechtsgrundlagen: Delegierte Verordnung (EU) 2026/1563; Empfehlung (EU) 2025/1710.
Nachhaltige Finanzierung
EU-Taxonomie – Klassifizierung nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten
Die EU-Taxonomie ist ein europäisches Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten. Sie schafft gemeinsame Kriterien, um die Umweltverträglichkeit wirtschaftlicher Aktivitäten zu bewerten und nachhaltigkeitsbezogene Informationen vergleichbarer zu machen.
Welche Umweltziele umfasst die EU-Taxonomie?
- Klimaschutz
- Anpassung an den Klimawandel
- Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
- Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
- Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
- Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme
Eine Wirtschaftstätigkeit gilt als taxonomiekonform, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem Umweltziel leistet, die übrigen Umweltziele nicht erheblich beeinträchtigt (Do No Significant Harm – DNSH), soziale Mindestschutzstandards einhält und einschlägige technische Bewertungskriterien erfüllt.
Welche Unternehmen sind betroffen?
Die verpflichtende Taxonomie-Berichterstattung ist insbesondere mit den europäischen Nachhaltigkeitsberichtspflichten verknüpft. Der Kreis berichtspflichtiger Unternehmen wurde durch die jüngsten europäischen Vereinfachungen verändert. Ob und in welchem Umfang ein Unternehmen Taxonomie-Angaben veröffentlichen muss, hängt unter anderem von seiner Größe, seiner Unternehmensstruktur und den geltenden Übergangsregelungen ab.
Welche Bedeutung hat die EU-Taxonomie für KMU?
Auch nicht unmittelbar berichtspflichtige Unternehmen können mit Taxonomie-Anforderungen konfrontiert werden, beispielsweise im Zusammenhang mit Finanzierungen, Investitionsentscheidungen oder Informationsanfragen von Geschäftspartnern. Eine strukturierte Bewertung relevanter Wirtschaftstätigkeiten kann helfen, Nachhaltigkeitsmaßnahmen besser einzuordnen und nachvollziehbar zu dokumentieren.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Wir unterstützen Unternehmen dabei, taxonomierelevante Anforderungen zu verstehen, betroffene Geschäftsaktivitäten zu identifizieren und vorhandene Daten, Prozesse und Verantwortlichkeiten systematisch zu bewerten. Unser Ansatz verbindet regulatorische Orientierung mit Prozessmanagement, Qualitätsmanagement und bestehenden Managementsystemen.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die jeweils aktuelle Rechtslage und Übergangsregelungen sind vor Veröffentlichung und im Einzelfall zu prüfen.
Rechtsgrundlagen: Verordnung (EU) 2020/852; delegierte Verordnungen (EU) 2021/2139, 2023/2486 und 2021/2178 einschließlich Änderungen.
SFDR – Sustainable Finance Disclosure Regulation
Die Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR), auch EU-Offenlegungsverordnung genannt, schafft Transparenz über Nachhaltigkeitsaspekte im Finanzsektor. Sie verpflichtet bestimmte Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater dazu, Informationen über Nachhaltigkeitsrisiken, nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen und die Nachhaltigkeitsmerkmale ihrer Finanzprodukte offenzulegen.
Welche Anforderungen umfasst die SFDR?
- Offenlegung von Nachhaltigkeitsrisiken bei Investitionsentscheidungen und in der Finanzberatung
- Informationen darüber, ob und wie wesentliche nachteilige Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt werden
- Nachhaltigkeitsbezogene Angaben zu Finanzprodukten, unter anderem in vorvertraglichen Informationen, auf Websites und in regelmäßigen Berichten
- Die konkreten Anforderungen unterscheiden sich je nach Unternehmen und Finanzprodukt.
Welche Unternehmen sind betroffen?
Die SFDR richtet sich unmittelbar an bestimmte Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater, beispielsweise Kapitalverwaltungsgesellschaften, Vermögensverwalter und Anbieter bestimmter Anlage- und Altersvorsorgeprodukte. Für Industrieunternehmen und die meisten KMU entstehen daraus grundsätzlich keine unmittelbaren SFDR-Berichtspflichten.
Welche Bedeutung hat die SFDR für Industrieunternehmen und KMU?
Unternehmen außerhalb des Finanzsektors können dennoch mittelbar betroffen sein. Finanzmarktteilnehmer benötigen für ihre Nachhaltigkeitsangaben teilweise Informationen von Unternehmen, in die sie investieren oder deren Finanzierung sie begleiten. Dazu können beispielsweise Angaben zu Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch, Umweltaspekten und sozialen Themen gehören.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Wir unterstützen Unternehmen dabei, nachhaltigkeitsbezogene Informationsanforderungen ihrer Finanzierungs- und Geschäftspartner einzuordnen, vorhandene Daten und Prozesse zu bewerten und geeignete Strukturen für die Bereitstellung nachvollziehbarer Informationen zu entwickeln. Dabei verbinden wir Nachhaltigkeitsthemen mit bestehenden Managementsystemen, Prozessmanagement und klaren Verantwortlichkeiten.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die jeweils aktuelle Rechtslage und Übergangsregelungen sind vor Veröffentlichung und im Einzelfall zu prüfen.
Rechtsgrundlagen: Verordnung (EU) 2019/2088; delegierte Verordnung (EU) 2022/1288 einschließlich Änderungen. Die SFDR befindet sich in einem Überarbeitungsprozess.
Lieferketten und Sorgfaltspflichten
LkSG - Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet bestimmte Unternehmen, menschenrechtliche und ausgewählte umweltbezogene Risiken in ihren Lieferketten systematisch zu erkennen, zu bewerten und angemessene Maßnahmen zu ergreifen.
Welche Unternehmen sind betroffen?
Seit dem 1. Januar 2024 gilt das LkSG grundsätzlich für Unternehmen mit mindestens 1.000 Arbeitnehmern im Inland, sofern die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Auch kleinere Unternehmen können mittelbar betroffen sein, wenn ihre Kunden Informationen, Nachweise oder Maßnahmen zur Erfüllung eigener Sorgfaltspflichten benötigen.
Welche Anforderungen stellt das LkSG?
- Angemessenes Risikomanagement und interne Verantwortlichkeiten
- Regelmäßige und anlassbezogene Risikoanalysen
- Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie
- Geeignete Präventions- und Abhilfemaßnahmen
- Wirksames Beschwerdeverfahren
- Dokumentation der Maßnahmen und Ergebnisse
Was verändert sich durch die aktuelle Gesetzgebung?
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, Unternehmen bei der Umsetzung des LkSG administrativ zu entlasten und das deutsche Lieferkettenrecht künftig an die europäische CSDDD anzupassen. Eine Änderung des LkSG wurde auf den Weg gebracht, die unter anderem eine Entlastung bei der gesetzlichen Berichterstattung vorsieht. Bis entsprechende Änderungen in Kraft treten, sind bestehende Pflichten, Vollzugspraxis und geplante Erleichterungen zu unterscheiden.
Welche Bedeutung hat das LkSG für KMU und Lieferanten?
Auch ohne unmittelbare gesetzliche Verpflichtung können KMU mit Lieferantenselbstauskünften, Verhaltenskodizes, Risikoanalysen und Nachweisen zu Arbeitsbedingungen konfrontiert werden. Ein strukturiertes Lieferanten- und Risikomanagement hilft bei einer effizienten Bearbeitung.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Wir unterstützen Unternehmen bei der Bewertung menschenrechtlicher und umweltbezogener Risiken, der Weiterentwicklung ihrer Lieferantenmanagementprozesse und der Integration angemessener Sorgfaltsmaßnahmen in bestehende Managementsysteme.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die jeweils aktuelle Rechtslage und Übergangsregelungen sind vor Veröffentlichung und im Einzelfall zu prüfen.
Rechtsgrundlagen: LkSG; BMAS-Informationen; BAFA-Anwendungshinweise.
CSDDD – Corporate Sustainability Due Diligence Directive
Die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), auch europäische Lieferkettenrichtlinie genannt, schafft einen gemeinsamen europäischen Rechtsrahmen für menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten von Unternehmen.
Welche Unternehmen sind betroffen?
- Durch das Omnibus-I-Paket wurde der Anwendungsbereich eingeschränkt. Grundsätzlich erfasst werden EU-Unternehmen, die beide Schwellenwerte überschreiten:
- Mehr als 5.000 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
- Mehr als 1,5 Milliarden Euro weltweiter jährlicher Nettoumsatz
- Für Unternehmensgruppen, Franchise- und Lizenzmodelle sowie Unternehmen aus Drittstaaten gelten ergänzende Regelungen. KMU können mittelbar als Geschäftspartner betroffen sein.
Welche Anforderungen umfasst die CSDDD?
- Integration der Sorgfaltspflichten in Unternehmensrichtlinien und Risikomanagementsysteme
- Ermittlung und Bewertung negativer Auswirkungen
- Priorisierung relevanter Risiken
- Angemessene Präventions-, Minderungs- und Abhilfemaßnahmen
- Beschwerde- und Meldemechanismen
- Überwachung der Wirksamkeit
- Kommunikation und Dokumentation
Wann gelten die neuen Anforderungen?
Die ursprüngliche CSDDD wurde durch die Richtlinie (EU) 2026/470 wesentlich verändert. Die EU-Mitgliedstaaten müssen die Vorgaben bis zum 26. Juli 2028 in nationales Recht umsetzen. Die nationalen Regelungen sollen grundsätzlich ab dem 26. Juli 2029 angewendet werden. Für bestimmte Veröffentlichungspflichten gelten gesonderte Bestimmungen.
Welche Bedeutung hat die CSDDD für KMU und Lieferanten?
Auch Unternehmen außerhalb des unmittelbaren Anwendungsbereichs können durch Kundenanforderungen und Lieferantenbewertungen betroffen sein. Die überarbeitete Richtlinie enthält Schutzmechanismen gegen unverhältnismäßige Informationsanforderungen gegenüber kleineren Geschäftspartnern.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Wir unterstützen Unternehmen dabei, menschenrechtliche und umweltbezogene Anforderungen in bestehende Lieferantenmanagement-, Risiko- und Managementsysteme zu integrieren. Schwerpunkt sind die Bewertung bestehender Prozesse, angemessene Maßnahmen und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die jeweils aktuelle Rechtslage und Übergangsregelungen sind vor Veröffentlichung und im Einzelfall zu prüfen.
Rechtsgrundlagen: Richtlinie (EU) 2024/1760; Richtlinie (EU) 2026/470.
EUDR – EU Deforestation Regulation
Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) soll sicherstellen, dass bestimmte Rohstoffe und daraus hergestellte Produkte auf dem europäischen Markt oder bei der Ausfuhr nicht mit Entwaldung oder Waldschädigung in Verbindung stehen.
Welche Rohstoffe und Produkte sind betroffen?
- Rinder
- Kakao
- Kaffee
- Ölpalme
- Kautschuk
- Soja
- Holz
- Zusätzlich erfasst sind bestimmte Folgeprodukte, beispielsweise Lederwaren, Reifen, Schokolade, Möbel und ausgewählte Papierprodukte. Maßgeblich ist die Einordnung nach Anhang I und Zolltarifposition.
Welche Anforderungen gelten?
- Entwaldungsfreiheit
- Einhaltung einschlägiger Rechtsvorschriften des Erzeugerlandes
- Erfüllung der jeweils erforderlichen Sorgfalts- und Nachweispflichten
- Je nach Unternehmensrolle: Rückverfolgbarkeit bis zum Erzeugungsort, Risikobewertung, Risikominderung und Sorgfaltserklärungen
Welche Unternehmen sind betroffen?
Betroffen sind Unternehmen, die relevante Rohstoffe oder Erzeugnisse erstmals auf dem EU-Markt in Verkehr bringen, ausführen oder innerhalb der Lieferkette bereitstellen. Die wesentlichen Verpflichtungen gelten grundsätzlich ab dem 30. Dezember 2026; für bestimmte Kleinst- und Kleinunternehmen bis zum 30. Juni 2027. Ausnahmen und Übergangsbestimmungen sind zu beachten.
Welche Bedeutung hat die EUDR für Industrieunternehmen und KMU?
Die EUDR betrifft insbesondere Einkauf, Lieferantenmanagement, Materialwirtschaft und internationale Lieferketten. Unternehmen sollten ihre Waren, Rolle in der Lieferkette und erforderliche Nachweise prüfen.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre EUDR-Betroffenheit zu bewerten, relevante Lieferketten und Verantwortlichkeiten zu identifizieren und geeignete Prozesse zur Informationsbeschaffung, Risikobewertung und Dokumentation zu entwickeln.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die jeweils aktuelle Rechtslage und Übergangsregelungen sind vor Veröffentlichung und im Einzelfall zu prüfen.
Rechtsgrundlagen: Verordnung (EU) 2023/1115; Verordnung (EU) 2025/2650; EU-Kommissionsleitlinien.
Produkte, Verpackungen und Außenhandel
PPWR und CBAM
PPWR – Packaging and Packaging Waste Regulation
Die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) schafft einen einheitlichen Rechtsrahmen für Verpackungen und Verpackungsabfälle innerhalb der Europäischen Union. Ziel sind weniger Verpackungsabfälle, effizienterer Ressourceneinsatz und eine stärkere Kreislaufwirtschaft.
Welche Unternehmen sind betroffen?
Die PPWR betrifft Unternehmen, die Verpackungen entwickeln, herstellen, importieren, vertreiben oder verwenden und im Binnenmarkt bereitstellen. Konkrete Pflichten richten sich nach Unternehmensrolle, Verpackungsart und einschlägigen Bestimmungen.
Welche Anforderungen umfasst die PPWR?
- Recyclingfähigkeit und recyclinggerechte Gestaltung
- Rezyklateinsatz in bestimmten Kunststoffverpackungen
- Minimierung von Verpackungsgewicht und -volumen
- Vermeidung unnötiger Verpackungen und Abfälle
- Wiederverwendung und Wiederbefüllung
- Kennzeichnung und Verpackungsinformationen
- Beschränkung problematischer Stoffe, darunter PFAS in Lebensmittelkontaktverpackungen
- Technische Dokumentation, Konformitätsbewertung und erweiterte Herstellerverantwortung
Ab wann gelten die Anforderungen?
Die Verordnung (EU) 2025/40 ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten und gilt grundsätzlich seit dem 12. August 2026. Weitere Anforderungen werden schrittweise wirksam, wichtige Regelungen insbesondere ab 2030 oder nach festgelegten Übergangsfristen.
Welche Bedeutung hat die PPWR für Industrieunternehmen und KMU?
Die PPWR kann Produkt- und Verpackungsentwicklung, Einkauf, Lieferantenmanagement, Logistik, Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement betreffen. Unternehmen sollten Verpackungen, Rollen und erforderliche Nachweise systematisch bewerten.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre PPWR-Betroffenheit zu bewerten, Verpackungen und Verantwortlichkeiten zu identifizieren und bestehende Prozesse auf regulatorische Anforderungen auszurichten. Dabei verbinden wir technische Dokumentation, Supplier Development, Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die jeweils aktuelle Rechtslage und Übergangsregelungen sind vor Veröffentlichung und im Einzelfall zu prüfen.
Rechtsgrundlagen: Verordnung (EU) 2025/40; EU-Kommissionsleitlinien und ergänzende Rechtsakte.
CBAM – Carbon Border Adjustment Mechanism
Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) ist das europäische CO₂-Grenzausgleichssystem. Er soll bei der Einfuhr bestimmter emissionsintensiver Waren vergleichbare CO₂-Kosten berücksichtigen und Carbon Leakage begrenzen.
Welche Waren sind betroffen?
- Eisen und Stahl
- Aluminium
- Zement
- Düngemittel
- Wasserstoff
- Elektrizität
- Entscheidend ist die konkrete Zolltarifnummer; nicht jedes Produkt der genannten Branchen ist automatisch erfasst.
Welche Unternehmen sind betroffen?
CBAM richtet sich insbesondere an Unternehmen, die erfasste Waren aus Nicht-EU-Staaten importieren. Seit dem 1. Januar 2026 gilt die Regelphase. Für bestimmte Waren wurde eine jährliche Mengenschwelle von 50 Tonnen eingeführt; für Elektrizität und Wasserstoff gelten besondere Regelungen.
Welche Anforderungen gelten?
- Status als zugelassener CBAM-Anmelder sicherstellen
- Importmengen und eingebettete Emissionen erfassen
- Erforderliche CBAM-Erklärungen einreichen
- CBAM-Zertifikate nach geltenden Vorgaben erwerben und abgeben
- Finanzielle Verpflichtungen und Fristen richten sich nach den geltenden Durchführungs- und Übergangsbestimmungen.
Welche Bedeutung hat CBAM für Industrieunternehmen und KMU?
Relevant sind zolltarifliche Einordnung, Einfuhrmengen, Lieferantenzusammenarbeit und belastbare Emissionsdaten. Einkauf, Zollabwicklung, Lieferanten- und Nachhaltigkeitsmanagement bilden die Prozessgrundlage.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre CBAM-Betroffenheit zu bewerten, relevante Waren und Lieferketten zu identifizieren und Prozesse zur Erfassung, Prüfung und Dokumentation erforderlicher Informationen zu entwickeln.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die jeweils aktuelle Rechtslage und Übergangsregelungen sind vor Veröffentlichung und im Einzelfall zu prüfen.
Rechtsgrundlagen: Verordnung (EU) 2023/956; Verordnung (EU) 2025/2083; ergänzende Rechtsakte.
Weitere EU-Regelungen und nationale Anforderungen für KMU
Neben den im ESG-KOMPASS vorgestellten Regelungen können für kleine und mittlere Unternehmen zahlreiche weitere europäische und nationale Anforderungen relevant sein. Welche Vorschriften tatsächlich gelten, hängt unter anderem von Branche, Produkten, Unternehmensgröße, Geschäftstätigkeit und der Rolle innerhalb der Lieferkette ab.
Dazu gehören beispielsweise Anforderungen aus den Bereichen Produktsicherheit, Chemikalienrecht, Ökodesign, Batterien, Datenschutz, künstliche Intelligenz sowie Umwelt- und Arbeitsschutz. Die Beispiele dienen der Orientierung und stellen keine abschließende Rechtsübersicht dar.
Wie unterstützt SYNERGY COMPLIANT?
Im Rahmen einer umfassenden, unternehmensspezifischen Compliance-Analyse ermitteln wir systematisch, welche relevanten EU-Verordnungen, EU-Richtlinien und nationalen Gesetze für das jeweilige Unternehmen und seine Tätigkeiten anwendbar sind.
Darauf aufbauend bewerten wir bestehende Prozesse, Verantwortlichkeiten und Nachweise, identifizieren mögliche Handlungsbedarfe und unterstützen bei der Entwicklung eines priorisierten, praxisgerechten Maßnahmenplans. Bei spezialisierten Rechtsfragen kann ergänzende Fachexpertise eingebunden werden.
Ganzheitliche Beratung durch vernetzte Kompetenz
Regulatorische Anforderungen sind vielfältig und erfordern je nach Aufgabenstellung unterschiedliche Fachkompetenzen.
SYNERGY COMPLIANT verbindet langjährige internationale Industrie- und Managementerfahrung mit einem Netzwerk spezialisierter Fachpartner.
Bei komplexen Aufgabenstellungen können wir gezielt ergänzende Expertise einbinden – beispielsweise für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, vertiefende regulatorische Fragestellungen oder spezifische Prüf- und Bewertungsverfahren.
Unser Anspruch ist es, fachübergreifende Lösungen zu entwickeln, die regulatorische Anforderungen mit bestehenden Unternehmensprozessen und Managementsystemen verbinden.
Dabei stehen Praxistauglichkeit, klare Verantwortlichkeiten und die nachhaltige Befähigung unserer Kunden im Mittelpunkt.
Sie möchten zunächst klären, welche regulatorischen Anforderungen für Ihr Unternehmen relevant sind? Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.
